Mutti ist an allem schuld

19. Juni 2008 · Thema: Ernährung, Schweine im Weltall

Schwangere, seid auf der Hut: Was ihr tut oder lasst, bestimmt die Gesundheit Eures Kindes ein Leben lang. Wehe also, Ihr ernährt euch falsch!

Ein Kind zu kriegen könnte wirklich eine schöne Angelegenheit sein – ist ja auch toll, was ein Frauenkörper innerhalb weniger Monate da zustande bringt. Einen ganzen Menschen, aus bloß zwei Keimzellen! Und während das Baby wächst, wird es nicht nur durch Fruchtwasser und Plazenta geschützt. Mutti stellt auch Sauerstoff, Vitamine und Energie bereit.

Leider aber ist die Menschwerdung im Mutterleib damit auch ganz, ganz vielen Risiken ausgesetzt, die unheimlich lange nachwirken. Sie haben zum Beispiel eine Tochter? Wenn sie als Teenager fett und depressiv wird, sind nicht etwa die Hormone schuld, sondern Sie. Weil Sie sich während der Schwangerschaft haben gehen und das Falsche gegessen haben. Und das Falsche ist natürlich Fett.

Gezeigt haben will das zumindest eine Studie der Universität von Auckland. Die Schwangeren bekamen darin entweder viel fettiges oder Magerkost zu essen. Und was geschah? Die Töchter der Fett-Muttis begannen früher zu menstruieren als die anderen, und weil eine frühe Pubertät unter anderem als Risikofaktor für Übergewicht und Depressionen im Teenageralter gilt, war die Sache klar.

Zumindest fast klar. Denn ob die Töchter wirklich depressiv wurden, war schwer zu ergründen, weil es sich um Rattenmädchen handelte. Aber so ist das in der Forschung – wenn das Tier schlapp macht, könnte es beim Menschen vielleicht ganau so sein. Und deshalb müssen Schwangere jetzt auch noch ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie Pommes essen.

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