Zahlenspielchen

11. November 2008 · Thema: Schweine im Weltall

Die Demografie führt uns vor Augen, wie kurz ein Leben sein kann – wenn man es nicht ordentlich führt. Drum hüte sich, wer kinderlos den Lastern frönt. Am Ende erreicht er (oder sie) nicht einmal die Pubertät!

Man muss der SZ zugute halten, dass sie am Ende noch einen Hinweis in die Printausgabe (im Gegensatz zur Onlineversion) geschraubt hat: Nein, absolut darf man diese Zahlen natürlich nicht sehen, sonst wäre das ganze ja sinnlos. Na, Gott sei Dank! Mich hätte aber trotzdem interessiert, wieviele Jahre eine 50-jährige, rauchende, kinderlose Singlefrau ohne höheren Schulabschluss denn tatsächlich noch von ihrem Leben zu erwarten hätte, wenn sie den neuesten Zahlen des Rostocker MPIs für Demografie zufolge (hier zum download, Seite 1-2)  bereits 49 Lebensjahre drangegeben hat, dank eben dieses zweifelhaften Lebenswandels. Minus 6,75 Jahre? Offenbar ja nicht. Weil man die Zahlen so genau nicht nehmen darf.

Was wir aus den zitierten Ziffern demnach lernen: Rauchen ist ungesund. Alkohol in Massen schadet sehr. Einsamkeit tut auch nicht gut. Bluthochdruck verkürzt das Leben. Ergo: Nur wer verheiratet ist, Kinder zeugt, weder raucht noch trinkt, sich bildet und arbeitet, dazu noch Krankheiten und Mecklenburg-Vorpommern meidet, hat ein langes Leben vor sich. Leuchtet ein, oder?

Man fragt sich allerdings, wie wir Deutschen dann auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund 80 Jahren kommen, denn inzwischen wissen wir auch: Unsere Nation ist ein von Diabetes, Singletum, Kinderlosigkeit, Hartz IV und hartnäckiger Nikotinabhängigkeit zermürbtes, versoffenes Volk. Dass es da überhaupt noch jemand zur Geschlechtsreife bringt!

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