Die Alkoholschleife

31. März 2006 · Thema: Leib und Seele

Das ist jetzt so um die 15 Jahre her, als die Wissenschaft zum ersten Mal feststellte: Alkohol zu trinken ist gesünder, als drauf zu verzichten. In Maßen, natürlich, und am besten als Rotwein. Wer so trinkt, lebt länger. Aber es blieb nicht bei dieser Feststellung, einige Studien bestätigten den positiven Effekt des täglichen Gläschens, andere widerlegten ihn, es entspann sich ein argumentatives Gezerre um Einzeleffekte – Herz, Leber, Gefäße… Und was hat uns das gebracht?

Genauso viel wie die neueste Studie zum Thema, die 47 von 54 Studien mit Pro-Alkohol-Ergebnis jetzt nachträglich als fehlerhaft bewertet. Knackpunkt: In den Kontrollgruppen, also unter den Abstinenten, waren auch Extrinker dabei. Das soll die Ergebnisse verfälscht haben – und damit haben die Forscher sicherlich auch recht.

Problem dabei ist aber, dass das erstens auch nicht beweist. Und dass zweitens ohnehin nie endgültig feststellbar sein wird, ob Alkohol in Maßen gut oder schlecht ist. Deshalb sollte ohnehin klar sein, dass man nie trinkt, weil es angeblich gesund ist. Und dass wir wirklich nicht noch eine Studie zu dem Thema brauchen.

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