Wider den WM-Klops!

23. Mai 2006 · Thema: Ernährung, Schweine im Weltall

670 Kalorien. Das entspricht mehr als einer Tafel Schokolade. Mehr als einer Tüte Chips. Einem Kilo Bananen. Wahlweise auch einem satten Kilo Kartoffeln. 200 Gramm Pasta (Rohgewicht!) – oder dem geplanten komprimierbaren WM-Brötchen mit Frikadelle von McDonalds.

Das schockt. Denn wozu kämpfen unsere Regierungen denn gegen Adipositas und Diabetes? Damit ihnen eine zum Salatverkauf verdonnerte Burgerkette jetzt alles kaputt macht?

Die Briten jedenfalls wollen sich das nicht bieten lassen. BBC berichtet (mit einem appetitlichen Foto, by the way), dass die Liberaldemokraten eine Petition auf den Weg gebracht haben. Sie wollen den Burger-Gau verhindern. 20 Abgeordnete haben schon unterzeichnet, weitere sollen folgen.

Das finden wir sehr lobenswert. Allerdings wird besagte Burgerkette im Fall des Burger-Verbots weder zu einem Gesundheitstempel, noch daran gehindert, die WM in anderer Weise für seine Zwecke zu nutzen. WM-Menü mit zwei Riesenburgern und Pommes extra groß, zB. Während der WM-Burger den Briten in Deutschland doppelt gut schmeckt.

Fast food rules.

7 Kommentare
  1. #1 • BigM hat am 24.05.2006 gesagt:
     

    Ist doch gar nicht so viel, 670 Kalorien. Ein Whopper mit Kaese hat 760, eine Portion Spaghetti Carbonara ueber 600, ein Teller Chili mit zwei Scheiben Schwarzbrot um 500. Entscheidend ist doch, wie oft man sich sowas reinzieht. (Und sowieso: das Hauptproblem beim Fast Food ist, dass es nicht auf Dauer saettigt und nicht die Anzahl der Kalorien.)

  2. #2 • zinkant hat am 24.05.2006 gesagt:
     

    der whopper ist natürlich DAS schlagende argument, lieber bigm (origineller nickname, übrigens). und der energiegehalt spielt sehr wohl eine rolle. ein apfel macht auch nicht lange satt, aber hat – je nach größe – nicht ein zehntel der kalorien. einen teller spaghetti carbonara oder chili (die je nach zubereitung auch gar nicht soviele kalorien haben) isst man zudem nicht eben schnell im vorbeigehen.

  3. #3 • Kaishakunin hat am 25.05.2006 gesagt:
     

    verbieten, Verbieten!, VERBIETEN!

    Es kann ja nicht angehen das sie die Bürger erdreisten zu essen was sie wollen, wo kämen wir denn da hin?

    Vielleicht wollen sie dann noch die korrupte Politikerkaste zum Teufel jagen?

    Ne ne, dann schon mal lieber prophylaktisch alles VERBIETEN!

  4. #4 • Gero von Randow hat am 25.05.2006 gesagt:
     

    Naja, kalorienarmes Chili (also ohne Schmalz und mit wenig Fleisch, vermutlich auch ohne Sahneklecks) lohnt sich eh nicht :-)

  5. #5 • zinkant hat am 25.05.2006 gesagt:
     

    ??? “kalorienarmes” – ich würde eher sagen: “normales” – chili ohne schmalz und sahne, aber mit gutem fleisch und saurer sahne lohnt sich sehr wohl. ich habe noch nie schmalz oder sahne ins chili getan, und finde ehrlich gesagt auch, dass mexikanisches bohnenmus (das für nachos) besser ohne schmalz schmeckt. alles eine frage der gewürze. schlecht gewürzt braucht viel fett. fleisch wiederum muss rein, hat allerdings auch nichts mit kalorien zu tun. wo steht denn, dass fleisch per se ultrafett sein muss? gerade rindfleisch nicht. und saure (!) sahne – die unbedingt drauf sollte – ist auch keine kalorienbombe. :-)

  6. #6 • BigM hat am 25.05.2006 gesagt:
     

    Also, den Whopper habe ich ja nur genannt, weil sich ueber den schliesslich auch keiner aufregt…

    Ach, und ein Apfel hat weniger Kalorien als ein Hamburger?

    Aber trotzdem: 400 morgens + 700 mittags + 700 abends = 1800. Geht doch.

  7. #7 • isjagut hat am 27.05.2006 gesagt:
     

    also mich schocken 670 kalorien nicht. ein kleiner rechenfehler hat sich auch eingeschlichen, 200gr pasta haben 770 kalorien. weiterhin muss man anmerken, dass es auch keineswegs aufgabe der politik ist, den leuten vorzuschreiben, was sie zu essen haben, sondern, mit verlaub, eine frechheit. und schockieren muessen doch eher leute, die nicht ueber das noetige mass an eigenverantwortung, selbstdiziplin, geschmacksnerven aber dafuer ueber zuviel geld verfuegen, sich mehr von dem zeugs reinzustopfen als gut ist.

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